Snohetta Aussichtspunkt Norwegen

Die Tverrfjell-Hütte – Wild Rentier Center Pavillon

Inmitten der schroffen Hügel des Nationalparks Dovrefjell-Sunndalsfjella hat das norwegische Architekturbüro Snøhetta einen Pavillon entworfen, dessen verrostetes Äußeres von den Bergen des Dovrefjell überragt wird. Von der Stadt Hjerkinn schlängelt sich ein 1,5 Kilometer langer Wanderweg durch den Nationalpark und endet 1200 Meter über dem Meeresspiegel am Aussichtspunkt Snøhetta.

Das von der norwegischen Wildrentier-Stiftung in Auftrag gegebene, 90 Quadratmeter große Gebäude ist für die Öffentlichkeit zugänglich und dient als Pavillon für die Beobachtung der kleinen verbliebenen Population fennoskandischer Wildrentiere sowie von Vielfraßen, Steinadlern, Gyrfalcon, Moschusochsen, und Polarfüchse.

Als Gebirgszug, der Norwegen in zwei Hälften teilt, hat Dovrefjell seit jeher einen großen Stellenwert in der Mythologie und Geschichte des Landes. Die Gründungsväter der norwegischen Verfassung schrieben sogar, dass sie „bis zum Fall von Dovre einverstanden und treu sein werden“. Sie schöpften aus der Magie dieses Ortes, dessen Landschaft so uralt ist, dass einige der endemischen Pflanzen aus der Zeit vor der letzten stammen In der Eiszeit hat Snøhetta einen Raum der Wärme und Behaglichkeit geschaffen, von dem aus Besucher die Majestät des Nationalparks und seiner Tiere erleben können.

Panorama Aussicht aus dem Pavillion

Die Tverrfjell-Hütte – Wild Rentier Center Pavillon

Der Pavillon selbst ist relativ einfach, das rechteckige Prisma wurde mit einem Stahlrahmen konstruiert und seine Außenseite wurde mit verrosteten Blechen verkleidet. Auf der nach Südosten ausgerichteten Seite befanden sich raumhohe Fenster, die nach dem Bau durch Stahllamellen ersetzt und verstärkt werden mussten, nachdem Moschusochsen ihr eigenes Spiegelbild in den Fenster attackierten und somit den ersten Entwurfsversuch des Unternehmens Snøhetta zunichte gemacht hatten. Im Inneren weist der Raum eine organische, wellige Form auf, die aus Kiefernholzblöcken geschnitzt wurde. Diese Blöcke wurden zusammengesteckt und so geformt, dass sie so aussahen, als hätten sie die Elemente im Laufe der Zeit sanft abgetragen. Sie dienen als Sitzgelegenheiten für diejenigen, die den Raum nutzen.

Video von Alejandro Villanueva
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.